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| Pastor Helmut Blank |
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Eine besondere Feier steht am 2. Feiertag in Wanheim an: Helmut Blank
begeht sein fünfzigjähriges Ordinationsjubiläum. Am 1.
November 1958 hat er als Hilfsprediger seinen Dienst in Wanheim angetreten,
am 2. Weihnachtstags ist er in der Wanheimer Kirche ordiniert worden.
Uns ist ein Kind geboren
Aus einer Predigt von Helmut Blank 1988
Ein Kind ist uns geboren. Deshalb feiern wir Weihnachten. Wir feiern
seinen Geburtstag alle Jahre wieder, auch in diesem Jahr ist das nicht
anders. Nur im Unterschied zu uns Menschen: Das Kind wird nicht älter.
In unserem Bewusstsein bleibt es auch nach zweitausend Jahren noch das
Kind, das Kind in der Krippe oder auch 'das Christkind'. Wir erlauben
ihm nur ungern, erwachsen zu werden, schon gar nicht in der Weihnachtszeit.
Weihnachten ohne 'Christkind', das wäre kein Weihnachten mehr.
Vielleicht liegt es daran, dass in den Weihnachtstagen, viel mehr als
sonst, unser Gemüt angesprochen ist, und ein Kind spricht nun mal
unser Herz an. Kinder, kleine Kinder verkörpern noch ein Stück
heiler, unverdorbener Welt. Kinder brauchen Schutz, weil sie hilflos,
weil sie wehrlos sind. Und das wiederum macht uns wehrlos, wehrlos gegen
unsere Gefühle, Gefühle, gegen die wir sonst im Leben ankämpfen,
weil sie als Schwäche ausgelegt werden könnten. Weihnachten
erlaubt uns, wehrlos zu sein, Gefühle zu zeigen.
Umso mehr, weil das Kind der Weihnacht über Generationen hinweg Kind
bleibt. Es führt uns in die eigene Kindheit zurück. Die Lieder
von seiner Geburt sangen schon die Eltern mit uns, als wir noch Kinder
waren. Wenn wir seinen Baum schmücken, die Kerzen anzünden,
werden Erinnerungen wach, die längst verschüttet waren, werden
Saiten in uns zum Klingen gebracht, die sonst schweigen.
Sicher mögen wir das Christkind auch deshalb, weil es harmlos ist,
harmlos und lieb. Was kann ein Kind uns tun? Wo kann ein Kind uns dreinreden?
Und dann bringt es auch noch Geschenke.
Kein Wunder, das Christkind muss man einfach gern haben. Auch ich liebe
das Christkind, das Kind, das mich selbst noch einmal Kind sein lässt,
mich neben meine Kinder stellt, als sie klein waren, mich einfach kindlich
froh sein lässt.
Aber ob Jesaja das gemeint hat, als er den Menschen, in denen und um die
es dunkel geworden war, ansagte: 'Ein Kind ist uns geboren' ? (Jesaja
9,5) Ob Gott nur das niedliche, liebe Christkind gemeint hat, als sein
Engel den Hirten sagte: 'Euch ist der Heiland geboren!'?
Wohl kaum! Der Prophet spricht von einem Kind, aber das ist nicht mehr
niedlich. Wir brauchen uns nur seine Namen anzuschauen: 'Wunder-Rat' soll
es heißen. Es weiß also Rat, wo andere ratlos sind. Es bringt
Gottes Rat in unsere Welt. Und der ist wunderbar, der lässt uns staunen,
so sehr, dass er für viele Menschen unannehmbar ist, weil da Dinge
gesagt werden, die in unserer Gesellschaft unmöglich scheinen. 'Macht
Schluss', wird zum Beispiel das Kind sagen, wenn es erwachsen ist, macht
Schluss mit den Prestige- und Machtkämpfen untereinander. Der Größte
unter euch sei euer Diener. Liebet einender. Achtet die Gaben, die Fähigkeiten
des anderen. Lasst ihm als Mensch seine Würde, die ihm Gott gegeben
hat. Gebt dem Hass keinen Raum in euren Herzen.
Ein Traum? Seit jener Weihnacht von Bethlehem ist das kein Traum mehr,
auch wenn das Dunkel noch immer über unserer Welt lastet. Und doch
hat die Herrschaft des Kindes längst begonnen. Sie ist nicht mehr
aus der Welt zu schaffen. Spuren seiner Herrschaft können wir jetzt
schon entdecken: da, wo das Wunder der Versöhnung zwischen Menschen
geschieht, wo Menschen, die sprachlos geworden sind, wieder miteinander
zu sprechen beginnen. Das Kind der Weihnacht hat die Herrschaft angetreten
in unserer Welt. Es lädt uns ein, seiner Spur zu folgen, seine Herrschaft
für unser Leben anzunehmen. Es lädt uns ein, ihm zu vertrauen
wie Kinder. Und da, wo wir die Einladung annehmen, kann unser Leben in
Einklang kommen mit Gott, mit dem Mitmenschen, mit uns selbst.
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Nach 29 Jahren in Wanheim wurde Marlene Dühr im Gottesdienst am 10.
Juli offiziell von der Gemeinde verabschiedet. Anfang August zog sie nach
Eschwege um, wo ihr ältester Sohn mit Familie wohnt.
Zwei Presbyterinnen würdigten im Gottesdienst ausführlich ihr
Wirken in der Gemeinde.
Mit Mann und drei Kindern ist sie 1976 nach Wanheim gekommen. Ihr Mann,
Hartmut Dühr, wurde dem damaligen Superintendenten, Helmut Blank,
als "rechte Hand" zugewiesen.
Die Dührs bereicherten den Wanheimer Kirchenchor und übernahmen
die Leitung des Seniorenclubs, der damals über sechzig Personen anzog.
Nach dem Tod ihres Mann im Jahr 1994 ließ Marlene Dühr sich
zwei Jahre später bei der Presbyteriumswahl aufstellen. Im vergangenen
Jahr wurde sie wieder in das Leitungsteam der Gemeinde gewählt. Ebenso
engagierte sie sich in der Frauenhilfe und im Besuchsdienst.
Regelmäßig verbrachte sie über Weihnachten und Ostern
mehrere Wochen bei der Familie ihres Sohnes in Eschwege. In der Nähe
ihrer Angehörigen hat Marlene Dühr eine neue Bleibe gefunden.
Ihren Abschied überstrahlte herrlicher Sonnenschein. Zwei Presbyterinnen
und die Pfarrfrau sorgten für ein reichhaltiges Kuchenbuffet, das
dankbare Abnehmer fand.
Hannelore Hasselkamp von der katholischen Gemeinde St. Suitbert dankte
der Mitarbeiterin für ihren Einsatz als Verbindungsglied zwischen
evangelischer und katholischer Gemeinde.
Zur Erinnerung an die Gemeinde überreichte Pfarrer Brand zum Abschied
einen Bilderrahmen mit einem großen Foto von der Kirche.



Worte zur Verabschiedung im Gottesdienst am 10. Juli
Liebe Marlene,
da du unser Gemeindeleben und unsere Gottesdienste rege mitgestaltet hast,
wollen wir dir jetzt auch im Gottesdienst ein paar Worte zum Abschied
sagen.
Du bist keine "Eingeborene", keine gebürtige Wanheimerin.
1976 ereilte dich der Ruf, nach Wanheim zu kommen. Vielmehr deinen Mann
ereilte dieser Ruf. Ihr wohntet zu der Zeit in Ruhrort, dein Mann war
Pastor. Er sollte nun die "rechte Hand" es Superintendenten
Helmut Blank werden. Dir war es zunächst gar nicht recht, Ruhrort
zu verlassen. Aber dann hast du auf einer Schiffsreise mit den Kindern
vom Rhein aus in Ufernähe den kleinen Kirchturm zwischen den Bäumen
gesehen und gefragt, zu welcher Kirche dieser Turm gehörte. "Das
ist die evangelische Kirche von Wanheim", hat dein Mann gesagt. In
dem Moment hast du dich mit dem Vorhaben ausgesöhnt, nach Wanheim
umzuziehen.
Am Tollberg fandet ihr ein neues Zuhause. Der Kirchenkreis Duisburg-Süd
mietete dort ein Haus für zwanzig Jahre an. Dein Mann, Hartmut Dühr,
kümmerte sich schwerpunktmäßig um die Seniorenarbeit.
Als Pfarrfrau, wie man sie von früher her kennt, hast du dich sofort
mit in der Arbeit deines Mannes engagiert. Zum Seniorenclub, den ihr übernahmt,
kamen regelmäßig mehr als sechzig Personen.
Mit euren drei Kindern habt ihr im Ruhrorter Kirchenchor mitgesungen.
Euer Weggang war ein Verlust für die Gemeinde Ruhrort und ein Gewinn
für die Gemeinde Wanheim. Denn nun hatte die Chorleiterin, Erika
Pedak, vier treue Sängerinnen und Sänger mehr in ihrem Chor.
Im Sommer 1983 war dein magenkranker Mann am Ende seiner körperlichen
Kraft. Im Oktober trat er in den Vorruhestand ein. Ihr zogt zu zweit in
das väterliche Elternhaus in der Lüneburger Heide ein. Doch
bereits ein halbes Jahr später kehrtet ihr nach Wanheim zurück,
"jubelnd", wie du schreibst. Denn du warst froh, wieder in dem
vertrauten Wanheim zu sein. Auch die Gemeinde freute sich, denn das angemietete
Haus stand leer, ihr konntet sofort wieder da einziehen.
Ihr übernahmt nun ehrenamtlich die Seniorenarbeit der Gemeinde, bis
Pfarrer Herlyn euch aus dieser Arbeit entließ. Er hatte ein neues
Konzept entworfen, nach dem der Mittwochstreff bis heute seine Arbeit
macht. Dein Mann wurde zunehmend schwächer, 1994 starb er. Nach einer
fast einjährigen Trauerzeit kamst du in die Gemeinde zurück
fandest in der Frauenhilfe deinen Platz. Regelmäßig warst du
da, hast Nachmittags selbständig gestaltet und die Frauenhilfe im
Bezirksvorstand vertreten.
1996 hast du dich nach heftigen Kämpfen in der Gemeinde für
die Presbyteriumswahl aufstellen lassen. Seitdem bist du im Vorstand unserer
Kirchengemeinde. Die Jahre, in denen du im Presbyterium mitgewirkt hast,
waren Jahre des Umbruchs. Einige schwierige Entscheidungen hast du in
dieser Zeit mit gefasst und mit getragen. Es würde zu weit führen,
diese aufzuzählen.
Nicht zu weit führt es aber, dir zu danken für deine zahlreichen
Dienste in der Gemeinde. Du warst immer mit ganzem Herzen und ganzem Verstand
dabei. Deine Stimme wird uns fehlen im Presbyterium, in der Frauenhilfe,
in der Gemeinde.
Du wirst auch unseren katholischen Glaubensgeschwistern fehlen. Denn du
warst ein wichtiges Verbindungsglied zwischen der evangelischen und der
katholischen Gemeinde in Wanheim.
Mit dem Dank verbinden wir gute Wünsche für die Zukunft. Wir
wünsche dir, dass du dich in Eschwege wohl fühlst, dass du gesund
bleibst, in der dortigen Gemeinde viel von deinen guten Gaben einbringen
kannst. Deine Familie und vor allem deinen Enkelkinder brauchen dich als
Rückhalt und Hilfe in vielerlei Hinsicht. Wir wünschen dir,
dass du immer wieder Zeit und Gelegenheit findest, Kraft aufzutanken und
die Schönheit deiner neuen Umgebung zu genießen.
Einen
irischen Reisesegen wollen wir dir mitgeben:
Möge Gott auf dem Weg, den du gehst,
vor dir hereilen.
Mögest du die hellen Fußstapfen des Glücks finden
und ihnen auf deinem Weg folgen.
Und bis wir uns wiedersehen
halte Gott dich fest in seiner Hand.
Damit du uns und die Wanheimer Kirche
immer vor Augen hast,
überreichen wir dir zum Abschied dieses Geschenk.
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Schön für ihn, aber schade für die Gemeinde: Am 14. Juni
ist Walter Höschen 75 Jahre alt geworden. Schön, dass er sich
bester Gesundheit erfreut und man ihm die 75 Jahre weder ansieht noch
anmerkt. So voller Energie, Tatkraft und Lebenslust hätte die Gemeinde
ihn gern noch weitere Jahre als Presbyter gehabt.
Doch da hat die Kirchenordnung einen Riegel vorgeschoben und bestimmt,
dass spätestens mit Vollendung des 75. Lebensjahres das Presbyteramt
endet.
Walter Höschen hat das Amt im Oktober 2001 angetreten und dabei gleich
auch die Nachfolge von Kurt Block als Kirchmeister. In seine Amtszeit
fiel die Renovierung der Kirche im Jahr 2003. Bei den Arbeiten hat er
selber kräftig mit Hand angelegt. Sein außerordentliches handwerkliches
und künstlerisches Geschick kam der Gemeinde in vielerlei Hinsicht
zugute.
Es zeigt sich auch auf der ersten Seite des Gemeindegrußes. Das
Logo, mit dem das Heft seit einigen Jahren erscheint, ist sein Werk.
In diesem Jahr hat er mitgeholfen, die rechte Seite in der Kirche so umzugestalten,
dass sie nun mit Rollstuhl oder Kinderwagen befahren werden kann. Ein
schöner Raum ist da entstanden, wo man auch gut stehen und ein Glas
trinken kann.
In der Presbyteriumssitzung am 21. Juni hat Walter Höschen die Schlüssel
an seinen Nachfolger im Kirchmeisteramt, Christian Meybohm, übergeben.
Im Gottesdienst am 10. September wird er offiziell von der Gemeinde als
Presbyter verabschiedet.
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