Presbyteriumswahl 2012
Die Kandidatinnen und Kandidaten zur Presbyteriumswahl
 
Gute Beteiligung bei der Presbyteriumswahl

Die Presbyteriumswahl am 5. Februar bescheinigte dem "alten" Presbyterium, gute Arbeit geleistet zu haben. Alle elf, die sich zur Wahl gestellt haben, wurden wieder gewählt. Dazu kam als "Neue" Marion Voß. Bei der Wahl zur Mitarbeiterpresbyterin setzte sich knapp vor durch. Damit besteht das Presbyterium nun aus folgenden Personen:

  • Birgit Adamczik,
  • Anke Gimborn,
  • Ute Götsch,
  • Christian Meybohm,
  • Werner Prost,
  • Frank-Michael Rich,
  • Regina Schroer,
  • Ulrike Spoden-Niggemann,
  • Ute Theisen,
  • Gisela Topolski,
  • Marion Voß,
  • Friedhelm Wagner und
  • Gerlinde Rittich. Dazu kommt
  • Pfarrer Friedrich Brand als "gesetztes" Mitglied.

Allen, die sich zur Wahl gestellt haben, gilt der Dank der Gemeinde. Es ist ein gutes Zeichen, dass so viele Menschen bereit sind, Verantwortung in der Gemeinde zu übernehmen. Einige schwierige Aufgaben warten auf das neu gebildete Presbyterium. Denn es stehen Veränderungen an, die von großer Tragweite sein werden. So soll die Kooperation mit der Gemeinde Wanheimerort vertieft werden. Das Presbyterium muss lernen, mit einer neuen Art der Buchführung umzugehen, die demnächst eingeführt werden soll. Der Gemeindegruß wird über die weiteren Entwicklungen berichten.

Von den 2487 Gemeindegliedern haben 240 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 9,65 %. Bei der letzten Wahl im Jahr 2008 lag die Beteiligung bei 9,2%.

Die Einführung des neuen Presbyteriums findet am 4. März im Gemeindehaus Beim Knevelshof statt.

 
Birgit Adamczik
Ich bin 47 Jahre alt und wohne hinter der Kirche auf der Friemersheimer Straße. Beruflich arbeite ich als Technische Zeichnerin und in meiner Freizeit reise ich sehr gerne oder gehe mit unserem Hund Janosch im Wald spazieren.
Seit 2005 gehöre ich zum Presbyterium und möchte mich auch 2012 wieder wählen lassen.
Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit den Menschen, die dem Leben seinen Wert geben. (W. von Humboldt)
In unserer schnelllebigen Zeit liegt mir die Vermittlung von Werten besonders am Herzen.
Toleranz, gegenseitige Unterstützung und Achtung sind ebenso wichtig wie das Erleben und Mitgestalten des Kirchenjahres: dass unsere Gemeinde als Gemeinschaft noch mehr zusammen wächst. Dass sie lebendig und einladend ist, die Menschen in ihren aktuellen Lebensumständen und mit ihren kulturellen Interessen anspricht. Um dabei mitzuhelfen, würde ich gerne weiter in der Gemeinde tätig sein.
 
Anke Gimborn
Ich bin 49 Jahre alt, Orthopädietechnikerin, verheiratet, zwei Kinder, seit dreizehn Jahren im Presbyterium.
Ich möchte gerne weiterhin Verantwortung im Presbyterium übernehmen, weil ich es wichtig finde, aktiv mitzuarbeiten, dass wir eine offene und lebendige Gemeinde bleiben, in der Menschen ernst und angenommen werden.
 
Ute Götsch
Ich bin 66 Jahre alt, wohne in Alt-Wanheim und bin pensionierte Grundschullehrerin. Presbyterin bin ich geworden, weil ein lieber Mensch mich vor zwei Jahren gebeten hat, sein Amt zu übernehmen.
Ich habe als Presbyterin im Kindergartenausschuss, in der Trägerkonferenz und im Fachausschuss Erziehung und Bildung feste Termine übernommen.
Ich möchte Presbyterin bleiben, weil
- mir die Arbeit mit den anderen Presbytern sehr gut gefällt und ich immer wieder Neues lerne - ich die Gemeinschaft mit Menschen für sehr wichtig halte
- ich eine lebendige Gemeinde mitgestalten möchte
- ein wichtiger Leitsatz meines Lebens lautet: "Christsein heißt, Nächstenliebe üben"
- ich anderen zeigen möchte, dass man in der Kirche (Gemeinde) Gemeinschaft und Halt finden und vor allen Dingen auch Kraft schöpfen kann.
 
Christian Meybohm
Ich bin im 73. Lebensjahr und möchte mich noch einmal um die Wahl in unser Presbyterium bewerben.
Seit 2003 bin ich im Presbyterium tätig und habe dort nach kurzer Zeit das Amt des Kirchmeisters von meinem Vorgänger Walter Höschen übernommen, der nach Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren ausgeschieden ist. Dieses Amt möchte ich gerne weiterführen, bis auch ich am 28. Mai 2014 diese Grenze erreiche. Das Amt des Kirchmeisters verlangt Erfahrung, aber auch körperlichen Einsatz und vor allen Dingen Zeit.
Deshalb ist es prädistiniert zur Ausübung durch einen Pensionär oder einen Vorruheständler bzw. einer Vorruheständlerin. Aber das Amt bereitet auch viel Freude, wenn zB. gemeinsam mit Freiwilligen aus der Gemeinde das eine oder andere Projekt auch ohne professionelle Hilfe gestemmt wird.
Gerne würde ich in der verbleibenden Zeit den Nachfolger oder die Nachfolgerin in die vielfältigen Aufgaben einarbeiten, um einen sanften Übergang zu gewährleisten.
 
Werner Prost
Jahrgang 1958, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Duisburger Universität im Fach Elektrotechnik. Seit 1992 wohnt er mit seiner Familie auf der Krokusstraße und in dieser Zeit sind seine vier Kinder in der Wanheimer Kirche konfirmiert worden. Nach dem altersbedingten Ausscheiden von Karl Fäser wurde er im Juni 2010 in das Presbyterium unserer Gemeinde aufgenommen. Nach gut einem Jahr erfüllender Mitarbeit ist es ihm ein Anliegen sich zur Wahl zu stellen.
 
Frank-Michael Rich
Ich bin seit 1980 Presbyter der Gemeinde, 52 Jahre alt, verheiratet, Mediziner und Jurist und betreibe die Medizin-Recht-Agentur, nicht nur im Arzthaftungsrecht. Ich bewohne ein barrierefreies Haus in Hüttenheim und bin Vorsitzender der Freunde der Wanheimer Kirche.
Ich kandidiere als Presbyter, weil ich glaube, dass ein Stück Evangelium in der Gemeinde auch gelebt und erlebt werden soll.
 
Regina Schroer
Seit neunzehn Jahren bin ich Presbyterin, und es macht mir nach wie vor noch viel Freude in der Gemeinde mitzuarbeiten. Ich bringe mich gern ein bei den verschiedensten Dingen wie Singen im Chor, Bibelgesprächen, Mithilfe bei unseren kulturellen Veranstaltungen, Küsterdiensten oder einfach nur beim Mitdenken und Mitentscheiden im Presbyterium. In den nächsten vier Jahren würde ich dies gerne noch weiterhin tun.
 
Ulrike Spoden-Niggemann
Ich bin 44 Jahre alt und gehöre seit mittlerweile vierzehn Jahren dem Presbyterium an und bin gerne bereit, weiter mitzuarbeiten. Von Beruf bin ich Steuerfachangestellte. Auch in den kommenden Jahren möchte ich unsere Gemeinde unterstützen, dass sie trotz geringerer Mitgliederzahlen und finanzieller Probleme in Zukunft lebendig und interessant für möglichst viele Menschen aller Altersklassen bleibt.
 
Ute Theisen
Ich bin 49 Jahre alt, verheiratet, habe einen Sohn, wohne in Mündelheim, bin berufstätig als kaufmännische Angestellte und seit dem 20.02.2000 im Presbyterium.
Seit meinem elften Lebensjahr bin ich mit der Gemeinde Wanheim verbunden. Es macht mir Spaß, die Zukunft unserer Gemeinde mitzugestalten und gemeinsam mit dem Presbyterium zu arbeiten. Die Jugend und der Kindergarten liegen mir besonders am Herzen. Kinder sind unsere Zukunft.
Auch der Umgang mit den Menschen in unserer Gemeinde ist mir sehr wichtig. Dies sind einige Gründe, mich wieder für die Wahl als Presbyterin zur Verfügung zu stellen.
 
Gisela Topolski
Ich bin 56 Jahre alt, verheiratet, Mutter zweier erwachsener Kinder, wohnhaft Römerstraße 52: Seit vielen Jahren bin ich Mitglied des Presbyteriums und arbeite gerne und begeistert dort mit, erfreue mich insbesondere an der Arbeit als "Küster" nach den Gottesdiensten und zu besonderen Anlässen. Ich würde mich freuen, noch einige Jahre mitarbeiten zu dürfen.
 
Marion Voß
Viele in Wanheim kennen mich noch unter meinem Mädchennamen Marion Hennes. Ich bin 1959 geboren und wohne seit meinem sechsten Lebensjahr in Wanheim.
Ich bin verheiratet mit meinem Mann Andreas, und wir sind Eltern von drei Kindern. Daniel, unser Ältester ist 22 Jahre alt, Vivien und Ruben, unser Zwillingspärchen, sind beide 17 Jahre alt.
Ich habe in den letzten Jahren sehr intensiv durch meinen Glauben: Kraft, Hoffnung und Zuversicht gespürt. Diese Gefühle würde ich gerne durch die Tätigkeit als Presbyter weitergeben wollen.
 
Friedhelm Wagner
Ich bin 63 Jahre alt, von Beruf Dreher, seit drei Jahren im Ruhestand, seit Oktober 2006 Mitglied im Presbyterium.
Besondere Freude bereitet mir die Arbeit im Arbeitskreis " Kirche trifft Kunst", aber auch die Jugendarbeit steht in meinem Fokus. Wer die Zukunft gestalten will, muss aktiv mitwirken. Mich würde freuen, wenn man mir für weitere vier Jahre Vertrauen entgegen bringen würde.
 
Gerlinde Rittich
Ich bin 58 Jahre alt und arbeite seit achtzehn Jahren in der Gemeinde Wanheim. Ich habe mit Frauen, Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Seit 2008 bin ich statt in der Frauenarbeit in unserem Kindergarten / Familienzentrum tätig.
Seit acht Jahren bin ich Mitarbeiterpresbyterin und möchte es auch gerne bleiben und mit -wenn's geht- diesem engagierten Presbyterium für die Gemeinde arbeiten.
Ich bin Wanheimerin, egal wo ich in Duisburg wohne, und möchte weiter darauf achten, dass Wanheim, die Wanheimer Gemeinde, ihre Sorgen, Nöte und Anliegen nicht vergessen werden. Ich möchte die Gemeinde in diesen Zeiten der massiven Veränderungen in unserer Kirche aufmerksam begleiten und an Positivem für unsere Gemeinde mitarbeiten.
 
Wir sind Kirche


In der evangelischen Kirche bilden die Gemeinden die Basis. Alle vier Jahre haben die Gemeinden die Gelegenheit, ihre Leitung zu wählen, das Presbyterium. Das Wort "Presbyter" stammt aus dem Griechischen und heißt auf Deutsch "Ältester". "Presbyter" war ein Titel für Amtsträger im politischen oder religiösen Bereich.
Die frühen christlichen Gemeinden übernahmen diese Bezeichnung für ihre Vorsteher. Eineinhalb Jahrtausende später legte die Reformation den Grundstein für die heutige "presbyterial-synodale Ordnung" unserer Kirche. Besondere Bedeutung dabei hat die erste Reformierte Generalsynode 1610 in Duisburg. Sie legte fest: Die Gemeinden werden von Presbyterien geleitet und wählen selbst ihre Pfarrer. Sie sollen auch einen "Schulmeister für die Jugend" anstellen. Ihre Vertreter kommen zum Konvent und zu Synoden zusammen, um "sämtliche Kirchensachen" zu verhandeln - von unten nach oben, in Gemeinschaft. In Duisburg wurde Reformationsgeschichte geschrieben; denn die damals beschlossene Ordnung der Kirche hat bis heute Gültigkeit. Die Gemeinden sind selbstständig und bleiben gebunden an die Gemeinschaft der Gemeinden.
Presbyterinnen und Presbyter tragen gemeinsam mit den Pfarrerinnen und Pfarrern die Verantwortung für Gottesdienst, kirchlichen Unterricht, Seelsorge und Diakonie, für Personalführung, Gebäudeerhaltung und Finanzen sowie für die Ordnung und Verwaltung der Gemeinde.
Wer sich ins Presbyterium wählen lassen will, muss der Gemeinde angehören, am Wahltag mindestens achtzehn Jahre alt sein und "zur Leitung und zum Aufbau der Gemeinde geeignet" sein. So bestimmt es die Kirchenordnung, die außerdem festlegt, dass man mit Vollendung des 75. Lebensjahres aus dem Presbyterium ausscheiden muss.

In Wanheim gehören zwölf Gemeindemitglieder dem Presbyterium an, dazu eine Mitarbeiterin und der Pfarrer. Alle zwölf und die Mitarbeiterin müssen neu gewählt werden. So bestimmt es das neue Presbyteriumswahlgesetz der Landeskirche. Am 13. Januar stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten der Gemeinde vor. Die Vorstellung erfolgt innerhalb einer Gemeindeversammlung nach dem Gottesdienst. Die Wahl findet am 5. Februar statt. Alle Wahlberechtigten erhalten rechtzeitig vorher eine Einladung, sich an der Wahl zu beteiligen.